Der attraktivste Teil eines eigenen Kajaks oder Surfbretts – oder wirklich jeder Art von Abenteuerausrüstung – ist, dass man es überall hin mitnehmen und überall auf der Welt verwenden kann. Das bedeutet natürlich, zuerst damit fliegen zu müssen, was für die meisten enie qualvolle Zeit der Reiseplanung bedeutet.

Wenn du mit deinem eigenen Kajak reist, bedeutet dies sicher, dass du deine Koffer nicht erst 30 Minuten vor dem Flug packen können wirst. Trotzdem ist es möglich und nicht allzu schwierig, mit ein wenig Know-how und ein reibungslos zu reise. Es kostet nur ein wenig Vorbereitung (und etwas Erfahrung).

Nachdem ich mit dem TRAK 2.0 bisher in mehreren Ländern und Kontinenten unterwegs war und unzählige Flüge damit unternommen habe, habe ich einige Tipps und Tricks zusammengestellt, die ich gerne mit dir teile:

Übergröße vs. Übergewicht

Wenn du mit einem Sportgerät reist, musst du dies normalerweise deiner Fluggesellschaft beim Kauf des Tickets oder beim Einchecken am Schalter melden. Die meisten Fluggesellschaften bieten hierzu Klassifizierungen der Ausrüstung an (z. B. Golfausrüstung, Surfbrett, Fahrrad usw.), aber die Optionen dort sind recht begrenzt und beinhalten normalerweise kein „faltbares Kajak“. Und wie wir wissen – ein faltbares Kajak ist beim Transport nicht mit einem normalen Kajak vergleichbar.

Wenn du ein faltbares Kajak mitnimmst, in meinem Fall das TRAK 2.0, hast du es wahrscheinlich in einer großen Tasche, die definitiv übergroß sein wird. Übergröße? Ja. Übergröße ist so ziemlich jeder Artikel, der beim Einchecken nicht über einen normalen Gepäckgürtel transportiert werden kann (Abmessungen variieren je nach Fluggesellschaft). Normalerweise ist das keine große Sache, solange die Taschen innerhalb der Gewichtsgrenzen bleiben – normalerweise 23 kg pro Artikel für Langstreckenflüge. Sie müssen dann einfach in einen anderen Bereich gehen, um ihn dort abzulegen. 

Um die Dinge ins rechte Licht rücken: Solange du in der Lage bist, die Gewichte verschiedener Teile deines Kajaks aufzuschlüsseln und zu verteilen, kannst du es höchstwahrscheinlich in zwei separaten Taschen mit einem Gewicht von jeweils 23 kg umpacken und bei Übergroßem Gepäck abgeben, ohne Probleme. Hier kann es auch hilfreich sein , die geschätzten Gewichte Ihrer Ausrüstung zu kennen, um beim Packen zu helfen.  

Selten verlangen Fluglinien dafür allerdings Extragebühren.

Übergewicht ist ein anderes, aber verwandtes Problem. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich genauer zu informieren, wie deine Fluggesellschaft mit übergewichtigem und übergroßem Gepäck umgeht. Hier sind drei verschiedene Szenarien, denen ich begegnet bin:

  1. Wenn die Tasche übergroß oder übergewichtig ist und Sie nur EINE zusätzliche Gebühr zahlen: Lies immer das Kleingedruckte! Als ich mit Alaska Airlines geflogen bin, stellte sich heraus, dass ich eine Gebühr zahlen musste, sobald eine Kategorie (übergroß oder übergewichtig) erreicht wurde – anders ausgedrückt: ich durfte dann auch, ohne zusätzliche Kosten, in die jeweils andere Kategorie fallen. Da meine TRAK-Tasche von Natur aus überdimensioniert war und ich bereits die Gebühr von 100 USD wegen Übergröße bezahlen musste, konnte ich sie also ohne Extrakosten so voll machen, wie ich wollte. Ohne mir Sorgen machen zu müssen, die 23-kg-Grenze einzuhalten.
  2. Weniger ideal sind die Fluggesellschaften, bei denen man für jede Kategorie bezahlen muss, in die man fällt: Während für überGEWICHTig Gepäckstücke immer die obligatorische Gebühr erhoben wird, erheben einige Fluggesellschaften auch eine zusätzliche Gebühr, wenn Ihr Gepäckstück überGROß ist. Der Unterschied besteht darin, dass man für jede Kategorie die zutrifft, bezahlen muss, was sehr schnell sehr teuer werden kann. Hier ist es praktisch, die Größen Grenzwerte der Fluggesellschaft im Voraus zu kennen und die Ausrüstung in kleinere Taschen zu packen.
  3. Vermeide zusätzliche Gebühren, indem du die Übergrößenregelung kennst: Viele Fluggesellschaften berechnen immer noch keine Gebühren für übergroße Artikel (innerhalb bestimmter Längenbeschränkungen), solange sich die Tasche innerhalb der normalen Gewichtsgrenzen befindet. Wenn du also eine Auswahl an verschiedenen Fluggesellschaften hast, mit denen du reisen kannst, solltest du dir sofort die Details ansehen, um die beste Wahl zu treffen.

Zusätzliche Tipps für Reisen mit dem Flugzeug

Angemessene Vorbereitung, Recherche und Verpackung sind normalerweise die halbe Miete. Hier sind ein paar weitere Tipps, die auch dazu beitragen können, dass deine Reisen mit der Ausrüstung reibungslos verläuft:

1. Versichere dein Kajak!
Es gibt einige großartige Versicherungen für allgemeine Schäden und fürs Reisen. Ich benutze eine Hepster- Bootsversicherung und kann die nur empfehlen. Unkompliziert und günstig.

2. Nenne dein Gepäck „Expeditionsausrüstung“.
Da einige Fluggesellschaften heutzutage Kajaks kategorisch ausschließen – egal ob sie faltbar sind und in einer normalgroßen Tasche transportierbar sein oder nicht, sag am besten immer, dass es sich um Expeditionsausrüstung handelt, wenn du um Information gebeten wirst. Auch wenn es wenig sinnhaftig erscheint an dieser Stelle, die Regelungen der Airlines gewinnen immer, und können im Zweifelsfall dazu führen, dass dein Boot nicht mitkommt.

3. Plane zusätzliche Zeit für das Einchecken ein.
Unabhängig davon, wie gut du vorbereitet bist, können am Flughafen noch einige kleinere Hindernisse auftreten. Von langen Check-in-Schlangen über schlecht gekennzeichnete Flughäfen bis hin zu versteckten Abgabeschaltern für übergroßes Gepäck: es lohnt es sich, zusätzliche Zeit für das Einchecken einzuplanen, um sich keine Sorgen zu machen. 

4. Wer wagt, gewinnt (manchmal)
Es gab eine Situation, bei der ich in meinem Zustand von schlafmangel geprägt leicht verspätet mit einer super lange Check-in Schlange für die Gepäckabgabe konfrontiert wurde. Ich wusste bei der Airline bereits, dass sie mich danach einfach zum Schalter für übergroße-Gepäckabgabe schicken würden. Also, druckte ich meine Gepäckanhänger an einem Check-in-Automaten aus und ging direkt zum Abgabeschalter für übergroßes Gepäck – wobei ich im Wesentlichen einen Schritt im Check-in-Prozess übersprang. Wie es das Glück wollte, nahmen die Jungs einfach meine Taschen, überprüften meine Tags und meinen Pass und sagten mir, ich sei fertig. Meine Taschen wurden nicht gewogen und mir auch keine zusätzlichen Gebühren berechnet, da sie davon ausgingen, ich hätte dies bereits beim Check-In Schalter erledigt. Glück gehabt 🙂

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